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Perchten-Bücher

Frau Percht – Göttin im Exil?

Frau Percht - Göttin im Exil?

Frau Percht – Göttin im Exil?

Auf der Suche nach der Frau Percht – zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Rauhnachtsgedanken fürs ganze Jahr.

Von Ernst Weeber

Das o.g. Buch wurde am 16. November 2006 im Rahmen einer Lesung in der Gemeindebücherei Kirchseeon der Öffentlichkeit präsentiert. Mit diesem hochwertigen Werk im Format DIN A4 erfährt der Leser auf über 140 Seiten, gestaltet mit eindrucksvollen Bildern, Illustrationen und Zeichnungen, viel Wissenswertes über die „Frau Percht“. Dieses Werk erweitert dabei sehr ausführlich die ersten Gedanken zur Thematik des im November 2004 erschienen Buches „Perchtenbrauch in Bayern“.

Die Suche beginnt mit dem Erscheinen der Perchten in der modernen vorstädtischen Neubausiedlung. Das provoziert Fragen, und der staunende Beobachter macht sich daran, Antworten in der gelehrten Literatur zu suchen. Die Gestalt der Frau Percht bleibt schemenhaft, doch die Suche nach ihr schärft den Blick des Suchenden für unsere modernen Denk- und Verstehens-Gewohnheiten. Letztlich fühlt er sich genötigt, die großen, drängenden Fragen unserer Gegenwart, die ihn im Grunde zur Suche antreiben, mit einzubeziehen – und er erlaubt sich eine Deutung der Perchtengestalt, die sie als eine Symbolfigur auch für die globale Krisensituation unserer heutigen Zeit erscheinen lässt.

Die alte Frau Percht (Frau Holle) hat fortgehen müssen mit ihrer ganzen Schar. Die Frohe Botschaft vom auferstandenen Erlöser schien gegen sie zu zeugen, ebenso der Geist der naturwissenschaftlichen Aufklärung. Man misstraute ihr und verbannte sie ins Land des Aberglaubens. Sie musste den Fluss, der den alten vom neuen Glauben, das Gemüt vom Bewusstsein trennt, überqueren. Aber sie ist nicht aus der Welt. Ich nehme an sie hat nur ihre Kleinen, die Heimchen und Kinderseelchen, in Sicherheit gebracht, irgendwo in den heiligen Bezirken unserer Gemüter, von wo aus die Märchen und Sagen ins Land geschickt werden. Aber dann ist sie zurückgekehrt über den selben Fluss, vermummt und maskiert und mit einer anderen, einer wilden und lärmenden Schar, den Perchten. Aber nein! Die Perchten sind ja nur die tanzende und springende Vorhut und gewiss die harmlosesten Vertreter ihres unheimlichen und ungeheuer mächtigen Gefolges. Dessen Gros war bis vor kurzem noch unsichtbar. Jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus, drängt es unwiderstehlich von allen Enden der Welt her in unser Bewusstsein – so drohend und dröhnend, dass man Augen und Ohren verschließen möchte und nach Betäubung sucht. Die wilde Jagd vergangener Zeiten ist dagegen ein Kinderspiel.


Mit Ernst Weeber konnten wir für das vorliegende Buch einen Autor gewinnen, dessen berufliches Tätigkeitsfeld seit über zwei Jahrzehnten im sozialen Betreuungsdienst liegt. Der also einfach nahe beim „Menschlichen und Allzumenschlichen“ zu bleiben hat. Gleichwohl schaut er als Autor und Songpoet über den Tellerrand hinaus, ohne die Bodenhaftung zu verlieren, und behält die allgemeinen Gefahren, Ängste, Hoffnungen und Träume unserer Zeit im Blick. In seinen Texten berührt er immer wieder Wunden, die wir uns als Individuen in dieser Zeit typischerweise „einhandeln“ und die wir als Species der Lebensgemeinschaft Erde zufügen.

Neben dem Autor haben viele Fotografen, Künstler und „Spezialisten“ mit ihren Fotos und „know how“ dazu beigetragen, die hochgesteckten Ziele der Redaktion in Bezug auf Inhalt und Gestaltung umzusetzen.

Für die Perschten-Stiftung Kirchseeon und dem Arbeitskreis des „Perschtenbund Soj“ Kirchseeon stellt dieses Buch in der ideologischen Arbeit einen weiteren Mosaikstein dar.

Der Preis für das Buch beträgt im örtlichen Buchhandel 29,90 Euro. Das Buch kann auch über unser Kontaktformular bestellt werden und wird zzgl. einer Versandgebühr kurzfristig versendet.

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